Korsika Reise vom Sommer 2015

Porto
Porto
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

 17.August 2015 in Südfrankreich


Im Augst 2015 ist es wieder so weit. Wir packen unseren Mini-Van und fahren am Morgen früh los in die Ferien. Es ist der 17. August, noch dunkel und bewölkt, manchmal regnets leicht, so dass wir ans Umkehren denken. Aber das kommt für uns nicht in Frage, wir sind schon auf Autobahn Richtung Grenoble, es wird heller und der Tag freundlicher, blauer Himmel kündet sich an und der Regen verzieht sich langsam.

Nach dem Col de la croix haute bessert sich das Wetter entscheidend. Wir fahren über Serre, Sisteron, Castellane über x Pässe, über Bareme, Digne les Bains nach Grasse, der Parfum Hochburg im Süden Frankreichs. Wir meinen, ganz schnell im Zeltplatz Colombier zu sein, der in Cagnes sur mer liegt, aber es dauert noch seine Zeit, bis wir den Kreisel finden, der zum Platz führt. Plötzlich sagt der Driver, "hier ist es" und fährt das kleine Strässchen zum Zeltplatz, den wir schon früher besucht haben, echt familiär und gut gelegen.

Wir kommen um 14 Uhr an, die Chefin kennt uns noch von früher und erlaubt uns den Hund, obwohl Hunde in der Hauptsaison verboten sind. Aber da die Saison sich dem Ende zuneigt, drückt sie ein Auge zu.  Yorik ist ein braver und ruhiger Hund und bietet keine Probleme. Das Zelt ist schnell aufgestellt und  wir ruhen uns nach diesen 6 Stunden Fahrt etwas aus. Dann gehts hinauf ins mittelalterliche Städtchen, das wunder wunderschön ist.

Wir machen viele Fotos, streifen durchs Städtchen, vom Platz oben sehen wir aus Mittelmeer. Dann essen wir eine Pizza , die eher entäuschend ausfällt. Nach diesem langen Tag steigen wir ins gemütliche Bett und schlafen selig.


Dienstag, 18. August


Super geschlafen und schon bald kocht unsere Kaffeekanne.Heute ist es bedeckt, nicht wolkenlos wie gestern bei unserer Ankunft. Wir geniessen das Zeltleben wie eh. Später gehen wir durchs Städtchen ans Meer, wo wir ein farbiges Resto finden und viele altbekannte Orte. Denn wir waren vor 5 Jahren hier und kennen den Ort etwas.

Wir beziehen Geld, trinken Pastis und Kaffee, kaufen ein und gehen zurück zum Zeltplatz, um zu kochen: Gemüseplatte mit Speck.


Mittwoch, 19. August


Gipfeli frisch vom Beck hole ich mit York und welche Ueberaschung: Es sind 5 statt 4, die ich bestellt habe.  Ein Frühstück wie  zu Hause. Gegen 14 Uhr gehts durch die Stadt zur Villa des Malers August Renoir, der seine letzten 11 Jahre hier verbrachte und mit dem Kauf viele uralte Olivenbäume rettete.

Villa von Renoir
Villa von Renoir

Die Villa ist wunderschön und die Aussicht ebenso, der Park voller Bäume. Die Frau von Auguste, Aline eine Bauerntochter, pflanzte Orangenbäume und vieles mehr ums Haus.

Heute ist das ganze Anwesen geschützt und ein Museum mit vielen Plastiken des Künstlers, auch einige Bilder hängen auf.
Da Yorik nicht rein durfte, gingen wir abwechselnd durch das Haus.  Nach dem Besuch gingen wir anschliessend durch die Stadt retour zum Zeltplatz, wo es Gemüse, Salat und harte Eier gab.
Wir geniessen den schönen Abend und sind gespannt auf Morgen, wo wir einen Strandtag geplant haben, auf Liegenstühlen am Meer.




Aussicht auf Cagnes sur mer

Die Küche

der Garten mit den vielen Bäumen

Dienstag, 20. August: Der Geburtstag

 

Heute gehts an den Strand, Liegenstühle werden gemietet, Plat du chef gegessen, das Meer ist warm.

Nur der Steinstrand ist etwas schwierig zu begehen. Die Sonnenschirme geben genug Schatten, weil wir ständig die Stühle verschieben. Wir haben diesmal keine Nachbarn und niemand stört uns.

 

Freitag, 21. August 2015

 

Nach dem Morgenessen verabschieden wir uns von Madame Camping und fahren los. Es war ein netter Aufenthalt und wir kommen wieder bei Gelegenheit. Cagnes sur mer ist echt ein tolles Städtchen, das an Nizza grenzt.Wegen eines Steines wird bei der Wegfahrt der Kotflügel in Mitleidenschaft gezogen. Aber es handelt sich  nur um eine Bagatelle, in der Garage machen sie es wieder in Ordnung.

 

 

Den Weg durch Nizza an den Hafen finden wir leicht. 3 Stunden vor der Abfahrt der Fähre warten wir am

Unsere Fähre nach Korsika

Peer. Im Hafenamt besorgen wir uns die Tickets ( gut 150 Franken für die Hinfahrt). Ziel ist die Stadt Calvi. Wir gehen am Quai noch eins trinken, denn Zeit haben wir genug bis zur Abfahrt um 14 Uhr.

Nach der Ankunft der Fähre von Corsica Ferries fahren wir aufs Schiff und liegen schon bald auf zwei Liegenstühlen auf Deck.

Ein 6 Stunden Fahrt liegt vor uns. Wir lesen und sehen, wie die Küste von Frankreich langsam verschwindet. Ueberall blaues Meer. zweimal gucken wir, wie Delphine springen. Um 18 Uhr gibts Essen im Resto, so müssen wir nachher nur noch das Zelt aufstellen.Das Essen ist fast kalt, die Spaghettis geniessbar, aber die Ravoli nicht. Nur die Pouletflügeli können mit Freude verspeist werden.

Nach 6 Stunden Fahrt kommen wir in Calvi an und suchen einen Zeltplatz. Gegen 20 Uhr finden wir unseren Platz, der Paduella heisst, in der Nähe von Calvi gelegen, gut ausgerüstet mit schönen Plätzen. "Paduella" ist riesig, wir erhalten einen Platz, der uns zusagt und stellen unser Zelt auf. Es wird zusehends dunkler und zuletzt brauchen wir unsere Lampe. Alles ist einigermassen im Lot und dann gehen wir noch ins Camping Rest etwas trinken und Eis kaufen, da wir das Elektrisch nicht ziehen könnten.

Diese Nacht stört Yorik etwas, hat Bauchweh, muss kacken, ein Jammeri wieder mal.

 

Samstag, 22. August, 2015

Am Morgen ist alles ok. Das Elektrische funktioniert bald und Yorik frisst Gras. Er sieht noch etwas mitgenommen aus, aber bald gehts besser. Unsere französischen Nachbarn sind cholerische Eltern, die dauernd ihre Kinder arg zurechtweisen, schmimpfen und Ohrfeigen verpassen. Sie streiten und hören laut Musik. So gehen wir, obwohl wir eigentlich die Siesta hier verbringen wollten, runter ins Camping Beizli und später durch den Pinienwald, der als Autoparkplatz dient, über die Eisenbahnlinie an Calvis Sandstrand. Dort finden wir einen Schattenplat.

Wir "zwicken einen Bädel" und zotteln dann dem Strandweg entlang ins Stettli. Calvi ist wunderschön. Vom Hafen aus, wo wir was Kleines essen, steigen wir durch die kleinen Gassen auf die Zitadelle, von der wir einen schönen Blick auf den Hafen und die Stadt haben. Zurück im Zeltplatz geniessen wir die Ruhe, denn die Familie ist inzwischen verreist. Nach einer Dusche - es ist gegen 30 Grad heiss - geniessen wir das Dolce Far Niente.

 

 

Ile Rousse: Der rote Felsen mit Leuchtturm
Ile Rousse: Der rote Felsen mit Leuchtturm

Sonntag, 23. August

 

Wir gehen am Mittag ins Café Zeltplatz, trinken Cola und sehen uns die News im Internet an. Der Pendelzug nach Ile Rousse fährt erst um 12.30 Uhr und so bleiben wir lieber im angenehmen Schatten des Cafés. Dann gehts durch den den Pinienparkplatz zur Haltestelle und mit dem Zug durch eine wilde Landschaft nach Ile Rousse. Es ist hübsch, kleiner als Calvi. Es hat einen Fährhafen, davor rote Inseln mit einem Leuchtturm. Wir schlenden herum, setzen uns unter schönen Platanen in eine Café Glacier und essen feine Hamburger.  Ein toller Ort, den wir ungern verlassen. Nach einem Walk durch das Städtchen und einer Fotosession kehren wir mit den Zug nach Calvi zurück.

 

Montag, 24. August

 

Es ist ein gemütlicher Morgen auf dem Zeltplatz von Calvi, den wir mit Essen und Lesen verbringen. Um 6 Uhr früh weckte uns eine heftiger Regenguss, aber wir drehten uns auf die andere Seite und schliefen weiter.

Heute scheint die Sonne, es ist tüppig, ein angenehmer Wind, macht das Leben jedoch erträglich. Nach einem kleinen Lunch gehts zum petit café ins Camping Beizli und anschliessend an unseren Strand, wo wir im sehr warmen Meerwasser wieder schwimmen.  Wir gehen zum Einkaufen nach Calvi und nachher zurück zum Campingplatz. Wir kochen Risotto mit Reibkäse und Tomatensalat und geniessen die Ruhe. Nach dem Eindunkeln steigen wir ins Bett. Morgen wollen wir aufbrechen. Wo wir wohl landen werden?

 

Dienstag, 25. August

 

Um 9 Uhr haben wir gepackt und fahren ins Camping Resto, wo wir ein "petite dejeuner" bestellen. Anschliessend wird bezahlt und voila sind wir en route nach Porto.

Die kleine enge Strasse mit den vielen Kurven führt dem Meer entlang, Macchis und hohe bizarre Felsen, eine wilde Landschaft, die betört. Unser Driver geniesst seinen Job und ich kann die schöne Landschaft voll geniessen.

Nach dieser kurvenreichen Fahrt, in der auch das Kreuzen schwierig ist, kommen wir um 12. 30 Uhr nach Porto an. Ein toller Ort, der zum Weltkulturerbe gehört, wegen seiner ausserordentlichen Fauna und Flora. Die enge Bucht wird von einem Fluss gespiesen und oberhalb dieses Flusses m gut 1 km vom Meer entfernt, hats zwei Zeltplätze, auf einer Terrasse, die in die steile Landschaft gebaut wurde, Im ersten Platz nehmen sie uns nicht wegen Yorik, im 2. sind wir Willkommen und erhalten einen wunderbar schattigen Platz mit Wasser und Strom. Nur das Wlan funktioniert nicht.

Viele Zeltler sind schon abgereist, die Ferien gehen zu Ende. Unser Glück. Noch immer hat's viele Touristen, denn Frankreich ist als Touristenziel beliebt, Im "Corse-Matin", sagte der Tourismusminister, soviele Touristen  wie 2015 habe es in Frankreich noch nie gegeben.

Wir bleiben bis Donnerstag, dann wollen wir in die Berge nach Corte, dem ehemaligen Hauptort Korsikas.

Mittwoch, 26. August

 

Nach dem Morgenessen überlegen wir, ob wir abbrechen oder weiterfahren sollen, entscheiden uns schliesslich noch einen Tag zu bleiben. Wir planen eine Ausflug mit dem Boot zum Cap Rosso und den Calanques von Piana. Nach dem Marsch zum Hafen von Porto kommen wir gerade recht. Das Boot fährt um 11 Uhr los, es ist halbvoll, genug Platz, um uns in den Schatten zu setzen. Und sogar Yorik scheints wohl zu sein. Das Meer ist relativ ruhig, strahlend blauer Himmel über uns und die Felsen rund ums Cap rot, braun und gelb. Wir machen viele Fotos und staunen. Der Reiseführerm den wir wegen seines französisch und dem schlechten Mikro nicht gut verstehen, sagt, dass hier so etwas wie die Sardische Küste sei, so sei es sonst nur in Sardinien.

 

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