Uettligen

Hier lernen die Jugendlichen fürs Leben

Auf dem weitläufigen Gelände des Biohofs Schüpfenried unweit von Uettligen ist das Stöckli ein echtes Bijou mit grossem Garten.  Hier ist die Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Schüpfenried (WAG) untergebracht.

Beim Brand der Anlage  im Sommer 2010 wurde einzig das Stöckli vom Feuer verschont, heute ist der Biohof aus der Asche auferstanden, grösser, zeitgemässer und alles neu.  Roland Münger hat den Brand und den Wiederaufbau erlebt und ist glücklich,  dass alles einen positiven Ausgang gefunden hat.  Münger, dipl. Landwirt, ist der Leiter der Wohngemeinschaft und verantwortlich für die Landwirtschaftsausbildung der Jugendlichen, die im Stöckli wohnen. Er machte ursprünglich eine Lehre als Tiefbauzeichner und arbeitete als Betreuer in verschiedenen sozialen Institutionen „Es sind Jugendliche/junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten, sagt Münger, „sie werden  von  der IV zu uns geschickt und bekommen hier  eine Ausbildung im Bereich Landwirt- und Hauswirtschaft.“ Der 46-jährige Praktiker hatte die Idee für diese WG und er ist beim Gesamtleiter des Biohofs, Fritz Sahli,  auf offene Ohren gestossen.  Die beiden kennen sich schon seit Kindsbeinen. „Wir waren schon zusammen im Kindergarten“, erklärt Münger, der in Uettligen aufgewachsen ist und heute mit seiner Familie  in Wohlen lebt

 

2003 eröffnet

 

Bereits seit 14 Jahren läuft die WAG mit max. 7 jungen Erwachsenen. „Wir sind ein selbständiger Betrieb“, betont Münger, ein Verein ist Träger der WAG, der  die Freizeitaktivitäten finanziert, die übrigen Kosten trägt die IV. Ein vierköpfiges Team betreut die Jugendlichen rund um die Uhr. Gefördert werden   lebenspraktischen Fähigkeiten und eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Während ihrer Ausbildung müssen die Jugendlichen auf dem Hof anpacken, lernen damit die vielfältigen Aufgabenbereiche in der Hauswirtschaft und Landwirtschaft  kennen und werden in alle Arbeitsbereiche eingeführt.

 Im Jahr organisiert die Wohngemeinschaft   diverse Anlässe für die Jugendlichen, ihre Eltern und die Mitarbeiter, bei welchen auch die Vereinsmitglieder willkommen sind. 12 Wochenenden (1x pro Monat) für die Jugendlichen und 3 Anlässe für die Vereinsmitglieder. „Wir haben schon 100 Mitglieder“, freut sich Münger. Als nächstes Event steht das Erntedankfest auf dem Programm.

Roland Münger macht auch regelmässig Führungen durch den Biohof Schüpfenried,  der eine stattliche Grösse aufweist und von Gruppen und Interessierten besucht werden kann. So stehen  im modernen  Laufstall über 40 Mutterkühe mit ihren Kälbern. Auf einer Fläche von 31 Hektaren werden Getreide, Karotten und Kartoffeln angebaut. Daneben gibt es viele Nutztiere zu sehen,  Schweine, Hühner und drei Esel. Im Hofladen, der vom Ängelibeck  geführt wird, werden seit Oktober 2013 hofeigene Bioprodukte verkauft. Auch fehlt die Sauna im Bauwagen nicht, die im Herbst ihren Betrieb wieder aufnimmt.  Ein echtes Bijou ist der Schaugarten, der von Michael Schulz in eigener Regie gestaltet wurde.  

 

Ausführliche Infos über den Biohof unter www.schüpfenried.ch                                                                        Text/Fotos:  Urs J. Huber

 

Wohn- & Arbeitsgemeinschaft Schüpfenried
Schüpfenried 32, 3043 Uettligen

Tel. 031 822 07 34

e-mail: wag@schuepfenried.ch

 

Kita in Uettligen

Von Montag bis Freitag

Am 4. Januar 2016 konnte die Kita und Tagi Bim Bam Bini ihre Tore an der Ortschwabenstrasse 5 in Uettligen öffnen. Die ehemaligen Räumlichkeiten des Schabernack sind für die Bedürfnisse unserer kleinen Hauptpersonen bestens geeignet. Separate Schlafräume, ein grosses Spiel- und Esszimmer, eine moderne Küche zum frischen Zubereiten aller Speisen, ein riesiger Garten mit Spielplatz und ein grosszügiger gedeckter Aussenplatz stehen für unsere Kinder bereit - täglich von Montag bis Freitag. Wir kennen die Bedürfnisse der berufstätigen Eltern. Deshalb verzichten wir auf Betriebsferien und betreuen Kinder auch, wenn sie in den Kindergarten und in die ersten Schulklassen gehen. Für Tagi-Kinder organisieren wir sogar den Transfer zwischen Schule/Kindergarten und unserem Betrieb.
Die Betreuung der Kinder unterliegt den modernsten pädagogischen Grundsätzen und wird regelmässig direkt vom Jugendamt Bern überprüft, das auch die Betriebsbewilligung ausgestellt hat. Ein junges und innovatives Team führt nicht nur die Kita und Tagi, sondern sorgt ebenfalls für viel Abwechslung. So gehören Waldbesuche, Ausflüge, Besuche im Altersheim und gemeinsames Kochen ebenso zum fixen Programm, wie das Ferienprogramm "Zäme fägt's" für Kindergärteler und Schüler.                                                                                                                                                                                            Rosy Moreira

Infos: www.bimbambini.ch

Die Bilanz ist positiv

Stephanie Gerber, Leiterin der Kita in Uettligen
Stephanie Gerber, Leiterin der Kita in Uettligen

Gut ein halbes Jahr nach der Eröffnung der Kita Bim Bam Bini zieht Stephanie Gerber eine positive Bilanz. Die Kita sei sehr gut ausgelastet, sagt die Leiterin, aber an allen Tagen hätten sie noch einzelne Plätze frei, der schwächste Tag sei jedoch der Freitag.   Die 31-jährige Kleinkindererzieherin leitet seit Januar 2016 die Institution und hat geholfen, mit der Geschäftsinhaberin und Geschäftsführerin Rosy Moreira die Kita aufzubauen. Gerber absolviert zudem eine Ausbildung als Führungsfachfrau und ist Prüfungs-expertin bei der Berufsausbildung. Sie ist seit 12 Jahren im Beruf tätig und war vor ihrer Anstellung in Uettligen Gruppenleiterin in einer Kita. Unser Ziel sei es, ein Angebot zu schaffen, das den Bedürfnissen der Eltern entgegenkomme, sagt Gerber, ausserdem wollen sie mit der Gemeinde Wohlen abklären, ob diese ein Teil der Plätze subventioniert.                                                                                                                                                                                                     Text und Bilder: Urs J. Huber