Achtung: Amphibien sind unterwegs

Jetzt wandern sie wieder: Die Amphibien,  wie Frösche, Kröten und Molche,  suchen wie jeden Frühling ihre Laichplätze auf,  früher als sonst, hat sie der frühe Wärmeeinbruch aufgeweckt.  Ein Zaun steht an der Uettligenstrasse. Vom Glasbach her zieht es die Amphibien zu den Laichgründen im Lörmoos. Ein anderer Zaun steht bei der stark befahrenen Strasse Herrenschwanden- Ortschwaben  im Gebiet Lörmoos in der Gemeinde Kirchlindach.

 Seit Jahren sammelt eine Gruppe von Freiwilligen die Tiere jeden Morgen ein  und bringt sie direkt ins Lörmoos. So haben  diese eine echte Überlebenschance, statt von Autos überrollt und zerquetscht zu werden.

 

Koordinator und Chef der Gruppe ist Michael Jöhr, der auch aktiv beim Einsammeln hilft. Während Jahren war auch Hans Etter dabei. Der Rentner aus der Halensiedlung hat sich mehr oder weniger zurückgezogen. „ Er sei nun noch Nothelfer“, sagt der 68-jährige und will künftig das Einsammeln Jüngeren überlassen.  Eigentliche Initiantin war die Wohlenerin Margrit Fuhrer, die 1987 mit ihren Töchtern begann, die Amphibien einzusammeln und bei der Gemeinde einen Zaun beantragte. Sie wurde im Jahr 2000 für den Wohlener Oscar ( heute Wohlener Hecht) nominiert, bei der Verleihung kam sie allerdings nicht zum Zug. Fuhrer wurde schliesslich zu einem Apero der Kulturkommission Wohlen eingeladen, als Dank für ihr Engagement bei der Gruppe Amphibien.

Zwischen 1993 und 2000 engagierte sich Hans Etter stark und war jeden 2. Morgen unterwegs, zum grossen Teil mit dem Velo, mit seinem Sohn im Velositzli.  Die Gruppe habe sich erst später gebildet, sagt Etter, der zu den Dienstältesten gehört.  Seit mehr als 20  Jahren ist er also dabei und hat geholfen, den Zaun aufzustellen und abzubrechen. Er hat die neuen Mitglieder in ihre Aufgabe eingeführt, und ist eigentlich stolz, dass es diese freie Amphibien-Gruppe noch gibt, die einfach ohne grossen Strukturen funktioniert. ( Keine Präsident, keine Aktuar usw.)  Wenn er zurückdenkt, wird Etter etwas nachdenklich. In den letzten Jahren habe die Anzahl der Amphibien stark abgenommen, sagt der Naturfreund. „aber wir wissen nicht, warum.“                      ujh